Jugendrat will Jugend an die Urnen holen

Briefwahl soll ab 2012 um Urnen ergänzt werden

Der Dachauer Jugendrat will die Dachauer Jugend zur nächsten Jugendratswahl im März 2012 an die Wahlurnen holen. In einem Antrag an den Stadtrat, den das Gremium im April mit großer Mehrheit beschlossen hat, fordern die Jugendvertreter die Erweiterung des bisherigen Wahlverfahrens. Bislang wird der Jugendrat alle zwei Jahre per Briefwahl von den Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren gewählt. Konkret wünscht sich der Jugendrat, dass in den weiterführenden Schulen in der Stadt und den beiden Jugendzentren während der dreiwöchigen Wahlfrist Urnen aufgestellt werden, wo die Schüler ihre Stimmzettel zusätzlich zu den gelben Postbriefkästen einwerfen können. Dieser wird ihnen wie bisher per Post persönlich zugeschickt, um die Wahlsicherheit zu gewährleisten. „Wenn die Jugendlichen nicht zum Briefkasten gehen, kommt die Urne zu ihnen“, sagt Jugendratssprecher Sebastian Leiß. Durch die Maßnahme soll die Wahlbeteiligung gesteigert werden, aber auch die Aufmerksamkeit auf die demokratische Wahl. Schulen und Jugendzentren seien als Standorte für die Urnen besonders geeignet, da sich dort viele Jugendliche aufhielten.

Die Jugendräte sehen die kommende Wahl mit Urnen vor allem als Test, ob die Aufstellung der Urnen tatsächlich Wirkung zeigt – denn es gibt auch kritische Stimmen zur Idee. Gerade deshalb hofft der Jugendrat auf Unterstützung im Stadtrat. Der Aufwand sei für einen Versuch überschaubar, betont das Jugendgremium. Denn im Gespräch waren auch andere Maßnahmen, wie etwa die Etablierung einer Online-Abstimmung mit PIN-TAN-Verfahren. Diese wurde aber aufgrund des hohen organisatorischen Aufwands und den Kosten verworfen.


JR Antrag Urnenwahl 25.3.2011