Jugendrat auf Rhetorik-Seminar

Jugendvertreter lernen zu überzeugen und zu argumentieren

Gute Gesprächs- und Diskussionsführung ist in allen Arten von Vereinen, Verbänden und Gruppen für eine zielorientierte Arbeitsweise entscheidend – auch bei Jugendorganisationen. Deshalb hat der Kreisjugendring Dachau (KJR), vergangenes Wochenende im Rahmen seines neuen Seminar-Programms ein spezielles Rhetorik-Seminar für Ehrenamtliche in der Jugendarbeit in Gauting organisiert.

Referentin war die Kommunikationstrainerin Alexandra Herde, die auch für die Friedrich-Ebert-Stiftung arbeitet. Begleitet wurde der Workshop von Helmut Burch, pädagogischer Mitarbeiter des KJR. Am Seminar nahmen Jugendleiter aus KJR-Jugendorganisationen und Mitglieder des Dachauer Jugendrats teil. Herde stellte verschiedene Gesprächs- und Argumentationstechniken vor und machte deutlich, dass während eines Referats oder einer Rede der Kontakt und die Rückmeldungen der Zuhörer entscheidend seien. „Sprechen ist eine grundsätzlich Qualifikation“, sagt Herde und empfiehlt: „Wenn wir die Möglichkeit haben, das Wort zu ergreifen, sollten wir das so oft wie möglich tun.“ Nur so sei mitreden, mitwirken und mitbestimmen möglich. Helmut Burch meint, dass in vielen Gremien durch eine schlechte Gesprächsführung „unglaublich viel Energie verschleudert wird“. Deshalb wolle der KJR seinen Mitgliedern mit dem Seminar Hilfestellung geben, um frühzeitig auf mögliche Signale reagieren zu können. Leif Sölter, Jugendleiter bei der Wasserwacht Ainhofen, der am Workshop teilnahm, meint, dass freies Sprechen nicht nur in der Jugendarbeit, sondern auch in der Ausbildung oder im Beruf helfe. „Ich nehme viele Anregungen mit und weiß jetzt, dass es auch auf das Feedback der Zuhörer ankommt“, sagt er.