Jugendrat will Bolzplatz-Verlegung verhindern

Gremium fürchtet um im Jahr 2011 gepflanzten „Jugendrats-Baum“

Der Jugendrat der Stadt Dachau lehnt die Verlegung des Bolzplatzes an der Straße der KZ-Opfer ab und fordert, die Kinderkrippe auf dem anliegenden Grundstück auf der Südseite des Bolzplatzes zu errichten. Insbesondere stört das Jugendgremium, dass der Fußballplatz bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre umziehen soll. In seiner nächsten Sitzung will der Jugendrat darüber entscheiden, ob er mit einem Antrag den Stadtrat auffordert, nochmals über die Standortwahl zu diskutieren und die Verlegung des Bolzplatzes zu verhindern. Das Gremium hat Antrags- und Rederecht im Stadtrat. 

„Es kann doch nicht sein, dass Jugendflächen beliebig hin- und hergeschoben werden“, meint Jugendratssprecherin Nadine von Frankenberg und fragt: „Warum soll man einen Bolzplatz für 130.000 Euro verlegen, obwohl es gleich nebenan ein Grundstück gibt?“ Doch nicht nur die geplante Verlegung des Platzes irritiert das Gremium, sondern auch die damit verbundenen Abrissarbeiten. Erst im April 2011 hatte der Jugendrat am Bolzplatz symbolisch einen Baum gepflanzt, um in der damaligen Diskussion um Baumfällungen in der Stadt ein Zeichen zu setzen. Der Standort war damals von der Stadtverwaltung als besonders geeignet zugewiesen worden. Nun ist der „Jugendrats-Baum“ akut gefährdet. „Zwei Jahre später muss der Baum wohl schon wieder weg“, meint Jugendratssprecherin Kira Klimt und zeigt sich enttäuscht. „Die Aktion war ja langfristig gedacht“, sagt sie. Der Jugendrat hofft nun, dass wenigstens sein Baum den Umzug des Bolzplatzes überlebt – sollte sich der Stadtrat nicht doch noch umstimmen lassen.


 

Auf dem Foto 

Dieser Baum muss womöglich auch weg: Die symbolische Pflanzaktion des Jugendrats im April 2011.