Thementisch Jugend

Jugendrat befürwortet dessen Ideen

In seiner letzten Sitzung traf sich der Dachauer Jugendrat mit Vertretern der integrativen Stadtentwicklung. Hierfür nahmen sechs der acht Mitglieder des Thementischs Jugend an der Sitzung teil und stellten ihre Ideen vor, die größtenteils auf der Zukunftskonferenz Jugend im November 2009 entwickelt worden waren. Der Jugendrat beurteilte die Vorschläge weitgehend positiv, beurteilte jedoch die Umsetzungsmöglichkeiten mancher Projekte kritisch.
Nach einer kurzen Einführung durch den so genannten „Paten“ des Thementisches, KJR-Geschäftsführer Peter Bernard, erläuterte Aaron Schweiger eines der größten Konzepte, die Dachauer Jugendzeitung. Diese soll über alle Angelegenheiten, die die Jugend betreffen, informieren, wie zum Beispiel Veranstaltungen, oder in Reportagen über aktuelle Themen berichten. Geplant ist sowohl eine kostenlose Print-Ausgabe als auch eine Online-Ausgabe. Das Vorhaben wurde im Jugendrat grundsätzlich positiv aufgefasst, Gremiumsmitglied Floyd de Roos sieht es als Chance für junge Journalisten. Allerdings wurde diskutiert, ob eine Print-Ausgabe wirklich sinnvoll ist, da die meisten Jugendlichen diese wohl nicht beachten würden und kurzfristige Veranstaltungen nicht berücksichtigt werden könnten, da die Zeitung nur alle zwei Monate erscheinen würde.
Ein weiterer Vorschlag war die Umgestaltung der Pausenhöfe der Dachauer Grund- und Hauptschulen in kind- und jugendgerechtere Orte, zum Beispiel mit mehr Grünflächen oder Sportmöglichkeiten. Angesprochen wurde auch die Verlängerung der städtischen Busfahrzeiten täglich bis 22 Uhr, so dass insbesondere junge Leute eine sichere und kostengünstige Heimfahrmöglichkeit haben.
Gemischte Meinungen gab es bei der Idee, ein Jugendcafe in zentraler Lage einzurichten, da es bereits den Freiraum in der Brunngartenstraße gibt. Jugendratssprecher Valentin Wacht äußerte Bedenken bezüglich der Realisierung in Eigenverantwortung von Jugendlichen und angesichts der Kosten. Sein Kollege Sebastian Leiß verwies auf das geplante Jugendkulturzentrum.
Zustimmung erhielt das Projekt „Freier Sport“, das eine Nutzung von Vereinsanlagen, wie zum Beispiel Volleyballplätzen, ermöglichen soll, ohne dass Jugendliche Mitglieder im jeweiligen Sportverein sein müssen. Der Jugendrat möchte sich in der nächsten Sitzung nochmals mit den Themen befassen. Sie findet am Dienstag, 8. Juni ab 19.30 Uhr im Büro des Jugendrats in der Burgfriedenstraße 3 statt.